Sauna mit Wänden und Bänken aus hellem Espenholz

Saunaholz im Vergleich: Espe, Thermoespe, Erle, Fichte, Hemlock und Red Cedar

In der Sauna hat Holz einen Job, den es sonst nirgends im Haus hat: Es muss 90 Grad aushalten, darf bei Hautkontakt nicht heiß werden, darf nicht harzen, nicht splittern und soll nach Jahren voller Aufgüsse noch gut aussehen. Nicht jedes Holz kann das. Manche Hölzer sind für die Wand gut, aber nicht für die Bank. Andere riechen wunderbar, kosten aber das Dreifache.

Hier findest du den Vergleich der Saunahölzer, die wir führen, mit ehrlichen Preisen und einer klaren Empfehlung, was wohin gehört.

Warum nicht jedes Holz in die Sauna darf

Drei Eigenschaften entscheiden. Erstens die Wärmeleitfähigkeit: Leichte, großporige Hölzer leiten Wärme schlecht und bleiben auf der Bank angenehm, schwere dichte Hölzer werden heiß. Zweitens der Harzgehalt: Fichte und Kiefer harzen bei Hitze, das klebt und riecht. Drittens die Astigkeit: Äste sind dichter als das umliegende Holz, werden heißer und können sich bei starkem Klima lösen.

Deshalb sind die klassischen Saunahölzer fast alle leicht, harzfrei und astarm: Espe, Erle, Abachi, Hemlock, Red Cedar. Fichte geht als Wandholz, wenn sie harzfrei sortiert ist. Auf der Bank hat sie nichts verloren.

Die Saunahölzer im Vergleich

Holz Farbe Eignung Richtpreis Profilholz je m²
Nordische Fichte hell, gelblich, mit Ästen Wand und Decke, nicht für Bänke ab ca. 20 €
Weißtanne hell, fast weiß, ruhig Wand und Decke, harzfrei ca. 60 €
Erle rötlich-braun, warm Wand, Decke, Bänke, Lehnen ca. 60 bis 65 €
Espe hell, fast astfrei Wand, Decke, Bänke. Der Allrounder ca. 75 €
Thermoespe dunkelbraun, gleichmäßig Wand, Decke, Bänke. Formstabil, Design ca. 85 €
Hemlock hell mit feiner Maserung Wand und Decke, sehr edel ca. 95 €
Red Cedar rötlich bis dunkelbraun, farbig Wand und Decke, mit Duft ca. 150 €

Richtwerte Stand September 2026, gerechnet auf die Bruttobreite der Profilbretter, inklusive Mehrwertsteuer, ohne Verschnitt und Versand. Auf die fertige Wandfläche kommen je nach Profil 10 bis 15 Prozent dazu, weil die Feder in der Nut verschwindet.

Espe: der Standard für gute Gründe

Espe ist das meistverkaufte Saunaholz in Skandinavien, und das nicht aus Tradition. Das Holz ist hell, fast astfrei, harzfrei, leitet Wärme schlecht und splittert nicht. Auf der Bank bleibt sie auch bei 90 Grad angenehm. Dazu ist sie geruchsneutral, was in der Sauna ein Vorteil ist, wenn du mit ätherischen Ölen aufgießt.

Wir führen Espe als Softline-Profilholz mit 15 mal 90 Millimetern für Wand und Decke, als Banklatten in 28 mal 90, 120 und 140 Millimetern, als verleimte Kanteln für die Unterkonstruktion der Bänke und als fertige Bankmodule, Rückenlehnen und Kopfstützen. Damit baust du die ganze Sauna aus einem Holz.

Thermoespe: dunkel, formstabil, hochwertig

Thermoespe ist Espe, die bei über 200 Grad ohne Chemie thermisch behandelt wurde. Dabei wird das Holz gleichmäßig dunkelbraun, nimmt weniger Feuchtigkeit auf und arbeitet deutlich weniger. In der Sauna, wo das Holz zwischen trocken-heiß und feucht-dampfend pendelt, ist das ein echter Vorteil: weniger Rissbildung, weniger Verzug an Bänken.

Optisch ist Thermoespe die Wahl für eine moderne, dunkle Sauna oder für den Kontrast: dunkle Bänke und Lehnen vor heller Espe-Wand ist die Kombination, die wir am häufigsten liefern. Rund 10 Euro pro Quadratmeter Aufpreis gegenüber heller Espe.

Erle: warm und günstiger

Erle hat einen rötlich-warmen Ton, der mit dem Alter nachdunkelt. Das Holz ist etwas härter als Espe, harzfrei, geruchsarm und ebenfalls für Bänke geeignet. Wer die skandinavisch-helle Optik nicht will, bekommt mit Erle eine wohnliche Sauna zu einem günstigeren Quadratmeterpreis. Rückenlehnen, Hocker, Ofenschutz und Lampenschirme gibt es passend dazu.

Fichte, Weißtanne, Hemlock, Red Cedar: die Wandhölzer

Für Wand und Decke, wo keine Haut das Holz berührt, kannst du freier wählen. Nordische Fichte ist mit Abstand die günstigste Lösung und ergibt die rustikale Blockhaus-Sauna mit sichtbaren Ästen. Fichte harzt bei Hitze leicht, deshalb nur an der Wand und nie an der Decke direkt über dem Ofen.

Weißtanne ist die harzfreie Schwester der Fichte: fast weiß, sehr ruhig, mit 5 Meter Länge fugenlos an langen Wänden. Hemlock ist kanadische Schierlingstanne, riftgeschnitten mit stehenden Jahresringen, dadurch extrem gleichmäßig und formstabil. Das ist das Holz für die Design-Sauna mit ruhiger Wand.

Red Cedar ist der Sonderfall. Das Holz ist rötlich-braun mit lebhaftem Farbspiel und duftet beim Aufheizen. Manche lieben genau das, andere finden es nach Jahren aufdringlich. Mit rund 150 Euro pro Quadratmeter ist es unser teuerstes Saunaholz und wird meist nur für eine Akzentwand hinter dem Ofen eingesetzt.

Was du sonst noch brauchst

Der Aufbau einer Saunawand von innen nach außen: Profilholz, Lattung mit Hinterlüftung, Alu-Dampfsperre, Dämmung, Außenwand. Die Dampfsperre ist keine Kür. Ohne sie zieht der Wasserdampf in die Dämmung und in die Hauswand, und nach zwei Wintern hast du Schimmel hinter der Sauna. Die Stöße der Folie klebst du mit dem Coroplast-Klebeband ab.

Das Profilholz wird nicht sichtbar verschraubt, sondern mit Profilholzkrallen in der Nut befestigt. Kein Schraubenkopf wird heiß, keine Oberfläche wird beschädigt. Für den Anfang jeder Wand gibt es spezielle Anfangskrallen mit größerer Nutwange für Saunahölzer.

Und für alle, die nicht selbst konstruieren wollen: Unsere AUROOM-Saunabausätze aus Espe oder Thermoespe kommen als gedämmte Elementbauweise komplett mit Ofen, Steuerung und Beleuchtung, ab 1,50 mal 1,50 Meter für kleine Räume.

Pflege: weniger ist mehr

Saunaholz bleibt an Wand und Decke in der Regel unbehandelt. Lacke und normale Holzöle haben in der Kabine nichts verloren, sie dünsten bei Hitze aus. Bänke, Lehnen und Wandbereiche mit Spritzwasser kannst du mit dem Sauna-Holzschutzöl behandeln: lösemittelfrei, auf Wasserbasis, farblos und offenporig. Es macht die Oberfläche abweisend gegen Schweiß und Wasser und erleichtert die Reinigung. Nach jedem Saunagang lüften, alle paar Wochen die Bänke mit Sauna-Reiniger abwischen. Das war es.

Häufige Fragen zu Saunaholz

Welches Holz ist am besten für Saunabänke?

Espe, Thermoespe, Erle oder Abachi. Alle vier sind leicht, harzfrei, splitterarm und werden auf der Haut nicht heiß. Fichte, Kiefer und dichte Harthölzer gehören nicht auf die Bank.

Kann ich Fichte für die Sauna nehmen?

An Wand und Decke ja, wenn sie harzarm sortiert ist wie unsere nordische Fichte. Für Bänke und Lehnen nein, sie harzt bei Hitze und wird an den Ästen heiß.

Was ist der Unterschied zwischen Espe und Thermoespe?

Thermoespe ist thermisch behandelte Espe: dunkelbraun statt hell, nimmt weniger Feuchtigkeit auf und verzieht sich weniger. Der Aufpreis liegt bei rund 10 Euro pro Quadratmeter.

Muss Saunaholz behandelt werden?

Nicht zwingend. Wand und Decke bleiben meist roh. Bänke und Lehnen kannst du mit einem lösemittelfreien Sauna-Holzschutzöl auf Wasserbasis pflegen, das schützt vor Schweißflecken und erleichtert die Reinigung. Normale Holzöle oder Lacke haben in der Sauna nichts verloren.

Wie viel Profilholz brauche ich?

Wand- und Deckenfläche ausmessen, 10 bis 15 Prozent für die Feder in der Nut dazurechnen und 5 bis 10 Prozent Verschnitt. Für eine Sauna von 2 mal 2 Metern bei 2,05 Meter Höhe sind das rund 20 Quadratmeter Wand und Decke plus Zuschläge, also etwa 24 Quadratmeter Profilholz.

Braucht meine Sauna eine Dampfsperre?

Ja, immer. Die Alufolie hinter der Lattung hält den Wasserdampf aus Dämmung und Hauswand fern und reflektiert die Wärme zurück in die Kabine. Ohne Dampfsperre droht Schimmel in der Wand.

Du planst eine Sauna und weißt nicht, welche Kombination aus Wand- und Bankholz passt, oder du willst die Mengen für deine Maße rechnen lassen? Ruf uns an unter 06322 791140 oder schreib an info@holzagenten24.de. Mit Kabinenmaßen und Bankanordnung stellen wir dir die komplette Materialliste zusammen, vom Profilholz bis zur Kralle.

Passend dazu im Shop: Saunaholz als Profilholz, Banklatten und Kanteln, dazu Saunabau-Zubehör von der Dampfsperre bis zum Bausatz.

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